Smartphone mit Solar

Melanie von nachsitzen.org hat mich heute auf eine interessante Entwicklung aufmerksam gemacht, welche bisher, zu meiner Schande, ziemlich an mir vorbeigegangen ist: Smartphones mit integrierten Solarzellen. Das habe ich mir natürlich gleich mal näher angesehen.

Im Detail habe ich mir das „LG GD510 POP in der SolarAkku Edition“ und das „Sagem Puma Phone Original“ angeschaut. Ich möchte aber ehrlich sein, aktuell besitze ich keines der beiden Geräte. Daher kann ich nur Informationen wiedergeben, die ich im Netz zusammengetragen habe.

    LG bewirbt das GD510 mit energieeffizienten Telefonieren bzw. mit dem Slogan „Life is good, when its green“, zwei Begriffe, welche ich so zuvor noch nie gelesen oder gehört habe. Einerseits ist das Phone mit einem speziellen Energiesparsystem ausgestattet, andererseits sind auf der Rückseite kleine Solar-Kollektoren integriert, welche den integrierten Li-Ionen Akku mit 900mAh aufladen. 10 Minuten Sonnenschein sollen genügen, um etwas über 2 Minuten telefonieren zu können. Als psychologische Stütze ist zusätzlich eine App installiert, welche virtuelle Bäume wachsen lässt bzw. anzeigt, wenn über das Solarpanel geladen wird.
Als zweites Smartphone habe ich mir das 2010 erschienene Sagem Puma Phone Original angeschaut. Wie es der Name schon beschreibt, war dies eine Kooperation der Sportartikelherstellers Puma mit dem Elektronikproduzent Sagem. Daher ziert auch das Puma Label die Vorder- und Rückseite. Genauso wie beim LG Gerät sind auf der Rückseite kleine Photovoltaikzellen verbaut, welche den Li-Ionen Akku aufladen können. Der Akku hat bei diesem Gerät mit 880 mAh ungefähr die gleiche Leistung wie beim LG. Das Gerät hat soweit alle Merkmale eines modernen Smartphones wie beispielsweise einen GPS-Empfänger, eine Kamera, USB Anschluss und natürlich ein Touch-Display.

 

Fazit: Grundsätzlich finde ich die Forschung in diesem Bereich für sehr wünschenswert und sinnvoll. Es darf aber nicht vergessen werden, dass der Herstellungsprozess aufgrund der zusätzlichen Solarmodule mehr Energie verbraucht und zunächst einmal auch zusätzlich CO2 produziert. Allerdings bin ich der Meinung, dass solarunterstütze Smartphones aufgrund der variablen Möglichkeiten und der größeren Unabhängigkeit von der nächsten Steckdose wohl auch eine längere Nutzungsdauer beim Benutzer haben (oder täusche ich mich?). Zusätzlich ist es denkbar, dass diese Geräte vielleicht nach ihrer „Hauptnutzungsdauer“ noch beispielsweise einen zweiten Frühling als mobiler, solarbetriebener MP3-Player oder als Navigationsgerät haben. Das wiederum macht dann die Anschaffung von einem zweiten Gerät überflüssig.

Ergänzend möchte ich noch Anmerken, dass es bereits seit längerer Zeit externe, universelle Solarladegeräte gibt. Da ich selbst so ein Teil besitzte, werde ich die nächsten Tage einmal darüber bloggen habe ich hier darüber geschrieben.

3 Gedanken zu „Smartphone mit Solar“

  1. Erfreulich. Nicht nur die Autoindustrie steigt um. Allein mir fehlt der Glaube. Das ist pures „grünes Marketing“. Die Großkonzerne können das mittlerweile schon ganz gut. Ich finde auch gut, dass du hier die Herstellungskosten ansprichst! Die fallen meist unter den Tisch

  2. Da muss ich dem SolarFreund recht geben. Es handelt sich hierbei nur um einen Marketing-Trick. Dazu gibt es auch hier einen schönen Bericht: http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~E6392BC68F5364A6EADC848CA90696B24~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Die Solarzellen haben so gut wie keinen Nutzen. Eher bringt es etwas, WLAN und Bluetooth zu deaktivieren, um so Strom zu sparen. Oder man sollte – wie von Andi schon erwähnt – ein externes Solar-Ladegerät einzusetzen.

    Schöner Blog übrigens!!! Viele Grüße, Dirk

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