Bundeswirtschaftsminister Rösler ist für stärkere Kürzung der Photovoltaikförderung

Gestern wurde ein Bericht von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) veröffentlicht, bei dem er sich für eine Änderung mit einer gleichzeitigen, stärkeren Kürzung bei der Förderung der Photovoltaik ausspricht.

Er begründet diese Aussage unter anderem mit dem Argument, dass in 2011 die installierte Leistung mit gut 7.500 Megawatt (bzw. 7,5 Gigawatt) fast doppelt so hoch war, wie ursprünglich von der Regierung für dieses Jahr vorgeben war und hiermit sogar noch über dem Boomjahr 2010 lag. Weiter führt er an, dass die Photovoltaik derzeit nur drei Prozent des Strombedarfs in der Bundesrepublik decke. Daher soll laut seiner Vorstellung die Grenze auf  1.000 Megawatt (bzw. 1 Gigawatt) gedeckelt werden.

Soweit so gut, das ist seine Meinung und diese respektiere ich auch. Jedoch möchte ich dagegen halten, dass sich das bisherige Fördersystem seit vielen Jahren bewährt hat und uns erst dahin gebracht hat, wo wir heute im Bereich der Photovoltaik stehen. Daher sollte man sorgfältig prüfen, ob ein bestehendes und funktionierendes System radikal umgekrempelt werden sollte. Außerdem vermisse ich bei dieser Deckelung die Vorausschau, dass die nächste Kürzung der Einspeisevergütung eh schon in den Startlöchern steht und dadurch die notwendige Umlage weiter sinkt.

Fazit:

Unser amtierender Bundeswirtschaftsminister fordert eine Änderung und Kürzung der aktuell gültigen Solarstromförderung. Ob dies in dieser oder einer anderen Form kommt, ist noch sehr fraglich. Zumal diese Forderung sogar innerhalb der Koalition umstritten ist und es dort Politiker gibt, die am bestehenden System festhalten wollen. Jedoch kann ich nur jeden Leser den Tipp mitgeben, die Anschaffung nicht auf die lange Bank zu schieben und sich am besten jetzt schon ein Angebot für eine Photovoltaikanlage einzuholen. Denn das ist der beste Schutz gegen eventuelle Kürzungen.

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