Richtiges Lüften und Lüftungsanlagen

Bild von einer Lüftungsanlage
Lüftungsanalge

Auch wenn dieses Thema im Sommer oft (und m. M. nach auch zu unrecht) etwas in den Hintergrund rückt, möchte ich heute über richtiges Lüften im Haushalt bloggen.

Zunächst einmal ein kurzer Rückblick: Bis vor 15 bis 20 Jahren erledigte sich  dieser Punkt oft von selbst, da die damaligen Häuser und Wohnungen verhältnismäßig „undicht“ waren. Dies führte zwar dazu, dass die Heizkosten höher waren, allerdings fand so durch die diversen Stellen und Öffnungen immer ein kontinuierlicher Luftaustausch statt.

Heute ist dies anders: Die modernen Neubauten bzw. energetisch sanierte Objekte sind gut gedämmt und dementsprechend luftdicht.

Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, den Luftaustausch manuell oder automatisiert durchführen zu lassen um ein angenehmes Raum- und Wohnklima zu erreichen.

Die einfachste (bzw. bequemste) Methode ist hierzu natürlich eine Lüftungsanlage. Generell kann hier zwischen dem zentralen oder dezentralen Konzept unterschieden werden.

Dezentrale Lüfter können relativ leicht in Altbauten nachgerüstet werden und finden beispielsweise  dann in einzelnen Räumen (wie zum Beispiel der Küche) Verwendung. Oft sind diese ungesteuert und verfügen auch über keine Möglichkeit, die Wärme zurück zu gewinnen.

Hier liegt die Stärke von einer zentralen Lüftungsanlage. Von einem zentralen Punkt aus sind alle Räume mit eigenen Leitungen für die Zuluft und einem separaten Lüftungssystem für die Abluft versehen. Dadurch ist es möglich, das Volumen für die An- und Absaugung automatisiert abzugleichen. Außerdem ist in der Regel im zentralen Kontenpunkt, der Lüftungsanlage, ein System zur Wärmerückgewinnung mittels eines Wärmetauschers vorhanden. Dieser entzieht der verbrauchten Abluft die Energie und reichert die frische Luft mit Wärme an. Auf diese Art und Weise wird der Wärmeverlust minimiert.

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Fazit:

Neue bzw. sanierte Häuser sind mittlerweile so dicht, dass eine manuelle oder maschinell gesteuerte Lüftung notwendig ist. Ideal ist hierzu eine zentrale Lüftungsanlage, die dies automatisiert übernimmt. Allerdings sind hierzu im Vorfeld teilweise erhebliche (und auch kostenintensive) Installationsarbeiten notwendig, da viele Punkte im Haus mit Rohrleitungen angefahren werden müssen.

Ich selbst betreibe seit ca. 9 Jahren eine solche zentrale Anlage und bin damit sehr zufrieden. In der Praxis hat sich diese meiner Meinung nach bewährt, da die Anlage ohne Störungen läuft, der Wartungsaufwand gering ist, ich immer ein gutes Raumklima im Haus habe und auch bei einer längeren Abwesenheit (wie z. B. bei einem Urlaub) mir keine Gedanken darüber machen muss.

 

 

2 Gedanken zu „Richtiges Lüften und Lüftungsanlagen“

  1. Spartip im Sommer:
    Prinzipiell ist das kontrollierte Lüften auch im Sommer nützlich, da der Wärmetauscher das kühle Hausinnere von der Umgebung thermisch trennt. Aber prinzipiell hat man doch mehr „Lecks“ zur Außenwelt (man geht öfters raus, lässt die Terassentür aufstehen usw), daher kann man im Sommer die Zuluft runterdrosseln (falls man die Motoren für Zu-und Abluft separat regeln kann. ). Das hängt natürlich von der individuellen Lüftungssituation ab: Brauchen zum Beispiel die Feuchträume die ganze Leistung (ansonsten kann man ja komplett den Luftdurchsatz reduzieren), oder schläft man mit geschlossenem Fenster (dann braucht man wiederum die volle Zuluftleistung im Schlafzimmer).
    Dieser Ansatz spart bei mir ca 20W Dauerleistung über die wärmeren Monate.

  2. Eine gut funktionierende Lüftung bei feuchter Luft ist sehr wichtig. Wenn die Hitze im Bad, Küche, etc. nicht richtig entweichen kann, kann es zu Flecken- bzw. Schimmelbildung führen – was nicht gerade gesundheitsfördernd ist.

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