Nicht zuletzt wegen der neu eingeführten Förderung für Photovoltaikspeicher (ich werde noch darüber bloggen) möchte ich dieses sehr interessante Thema heute einmal etwas näher beleuchten.

Welche Speichertechniken gibt es für den Strom aus der Solaranlage?

Ein Nachteil verschiedener Formen der erneuerbaren Energien ist, dass sie keine konstant bleibende oder gezielt steuerbare Leistung bereitstellen können. Das trifft auf die Windenergie genauso zu wie auf die Photovoltaik-Technik und die Solarthermie-Technik. Die Frage ist also, wie man die zeitweise überschüssige Energie speichern kann. Experimentiert wird mit Autobatterien und gebündelten Akkus für Notebooks. Hier gibt es in den letzten Jahren interessante Entwicklungen. Ein Nachteil vieler Speichersysteme ist allerdings, dass sie einerseits ziemlich teuer sind und andererseits selbst Energie verbrauchen.

Die verschiedenen Akkusysteme – Vor und Nachteile

Blei-Akkus sind eine recht günstige Variante, solar erzeugte Energie im eigenen Haus speichern zu können. Allerdings ist ihre Lebensdauer sehr begrenzt und auch die nutzbare Ladekapazität lässt rasch nach. Bei Blei-Akkus geht man davon aus, dass sie etwa 2.000 Ladezyklen überleben, was in etwa der Lebensdauer einer Starterbatterie für das Auto entspricht. Moderne Lithium-Ionen-Akkus können bei der Lebensdauer mit bis zu 7.000 Ladezyklen Pluspunkte sammeln. Ihre Nachteile liegen in den hohen Anschaffungskosten und der Tatsache, dass bei der notwendigen Steuerung der Auf- und Entladung Strom verbraucht wird. Hinzu kommt bei beiden Akkuvarianten, dass die Kosten der Solaranlage insgesamt steigen, weil eine zusätzliche Steuerung benötigt wird, mit der der Eigenverbrauch, die Akkuaufladung und die Netzeinspeisung überwacht und geregelt wird. Die Zusatzkosten können bis zu 10.000 Euro betragen, wobei davon auszugehen ist, dass dieser Preis in den nächsten Jahren sinken könnte. Wer sich hierzu noch über weitere Details informieren möchte, kann dies auf meiner separaten Homepage zu diesem Thema nachlesen.

Andere Alternativen zur Speicherergänzung für die Photovoltaikanlage

Ein noch sehr junger Trend ist der Eisspeicher, der sich am besten mit einer Fußbodenheizung kombinieren lässt, sich aber nicht für die Speicherung von überschüssigem Strom aus einer Solaranlage eignet. Bei ihm besteht das Problem, dass er aktuell nur für Neubauen in Frage kommt, bei denen der eigentliche Speicher unter dem Gebäude in den Erdboden eingebracht wird. Eine Nachrüstung mit einem Eisspeicher ist nicht möglich. Auch hier fallen sehr hohe Investitionskosten an.