Abschreibung bei Photovoltaikanlagen

Die Sonne für sich nutzen – immer mehr Unternehmen und Betriebe, aber auch Privatleute, entdecken die Vorteile einer oder mehrere Photovoltaik-Anlagen für sich. Natürlich ist der Aufbau solch einer komplexen Anlage recht kostenintensiv.

Daher ist es gut zu wissen, dass auch bei Photovoltaik Abschreibungen für Abnutzungen geltend gemacht werden können. Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten der Abschreibung, die bei solchen Anlagen angewendet werden können. Hierbei handelt es sich um die lineare Abschreibung, die Sonderabschreibung und den Investitionsabzug.

Generell ist es sogar möglich, alle drei Optionen parallel anzuwenden. Das klassische Modell ist die lineare Abschreibung. Wie bekannt, läuft diese über einen Zeitraum von 20 Jahren. Pro Jahr ist hier ein Abschreibungsbetrag in Höhe von 5% möglich.

Bevor die Photovoltaik-Anlage angeschafft wird, kann ein Investitionsabzugsbetrag gebildet werden. Dabei ist es möglich, diesen bereits ganze drei Jahre, bevor die Anschaffung durchgeführt wird, mit Anschaffungs- oder Herstellkosten in Höhe von bis zu 40 % gewinnmindernd anzuziehen. Das ist jedoch nicht ganz einfach, denn bei dieser Abschreibungsart sind einige wichtige Punkte zu beachten. Eine private Nutzung ist dabei auf keinen Fall möglich. Zudem sollte sich im Vorfeld über angegebene Grenzen informiert werden, die das Betriebsvermögen, den Gewinn und auch die korrekte Höhe des Abzugsbetrages betreffen. Wird die Anlage dann angeschafft, ist der Investitionsabzugsbetrag von den Anschaffungskosten abzuziehen. Hier sollte bedacht werden, dass damit auch eine Verringerung der Höhe der linearen Abschreibung vorliegt.

Ist die Anschaffung der Anlage günstiger als geplant oder wird die Anschaffung doch nicht vollführt, greift das Finanzamt ein. Rückwirkend zu dem Kalenderjahr, in dem der Investitionsabzugsbetrag geltend gemacht wurde, wird der Gewinn erhöht und eine Steuernachzahlung wird fällig. Diese ist zudem mit einem Zinssatz von 6% p.a. zu verzinsen. Daher sollte diese Abschreibungsart nur dann gewählt werden, wenn die Höhe der Anschaffungskosten feststeht und das Kalenderjahr der Abschreibung gute Gewinne mit sich bringt. Ansonsten handelt es sich hierbei auch um eine andere Art bzw. Möglichkeit der „Stundung“ von Steuerzahlung, die von einigen Unternehmen gerne gewählt wird. Die Zinsen sind jedoch nicht zu unterschätzen.

Die Sonderabschreibung ist unabhängig von der linearen Abschreibung. Bis zu einer Höhe von maximal 20 % der Anschaffungskosten kann diese im Jahr der Anschaffung oder in den darauffolgenden fünf Jahren abgeschrieben werden. Auch eine Verteilung auf die fünf Jahre ist möglich. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass die Anlage so auch schneller abgeschrieben ist und hohe Gewinne früher wieder zu versteuern sind.
Generell ist es empfehlenswert, vor der Durchführung der Abschreibungen eine Beratung durchführen zu lassen, denn nicht für jedes Unternehmen lohnen sich diese Möglichkeiten auch.

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Ein Gedanke zu „Abschreibung bei Photovoltaikanlagen“

  1. interessanter Artikel
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    Als Alternative zum Plan von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) für eine Strompreis-Bremse will sich die SPD für einen Rabatt von bis zu 20,50 Euro pro Stromkunde einsetzen. „Darauf wird …es hinauslaufen“, hieß es aus SPD-Kreisen.

    Lies mehr über SPD will 20 Euro Rabatt für Stromkunden – RTL.de bei http://www.rtl.de
    http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/spd-will-20-euro-rabatt-fuer-stromkunden-2b530-51ca-10-1403425.html

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